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Blancpain Endurance Monza: Chaos in Italy

Der erste Lauf der diesjährigen Blancpain Endurance Series fand bei bestem Wetter im königlichen Park zu Monza statt. Zeitgleich der internationale Auftakt des MANN-FILTER Team HTP. Wie bei den Nordschleifenrennen fahr ich die ganze Serie zusammen mit Indy Dontje und Patrick Assenheimer. Die Trainings waren geprägt vom Verkehr und der Suche nach der Lücke bei fast 60 GT Autos. Gepaart mit der Tatsache, dass Monza nicht gerade eine Mercedes Strecke ist, lag im Quali der beste HTP Mercedes auf P19, wir sogar nur Platz 39, dass hatten wir uns natürlich anders vorgestellt. 40 GT3 Autos innerhalb von 1,2 Sekunden!! Auch wir hätten irgendwo zwischen P19 (Maxi Buhk) und P25 landen sollen, aber die Strecke frei zu haben bei seinen 2 Runden bedarf etwas Glück. Also kurz leicht hängende Gesichter in der Box. Wir wissen aber wie die Rennen laufen und haben uns schnell gesammelt, analysiert und neu motiviert für Sonntag. Ich fuhr den Start und wusste schon, dass es wohl knallen wird. Der Massencrash der dann nachdem die Ampel auf grün ging passierte ähnelte sehr dem Unfall des GT Masters Starts in Oschersleben vor 2 Jahren, nur fahren hier doppelt so viele GT3 Autos. Für mich fühlte es sich von 39 losfahrend jedenfalls so an wie ich mir einen Airbus Absturz vorstelle, überall Teile, Bremslichter und Crashs. Ich hielt mich aus allem raus und hatte vor allem das nötige bissl Glück, dass es in so einer Situation braucht.  keiner hat sich was getan, was zum einen am Quäntchen Glück lag und an der Tatsache, dass die GT3 Hersteller der Sicherheit immer mehr Aufmerksamkeit in der Entwicklung geben. Ich konnte mich gut verbessern, auch wenn Du mit unserem Mercedes in Monza nur sehr mit dem Messer zwischen den Zähnen überholen kannst und übergab an P22. Patrick und Indy machten das selbe und kletterten immer weiter im Ranking. Hätten wir nicht ein klitzekleines Problem bei einem Boxenstopp gehabt, wären es nicht nur 25 Plätze Verbesserung und am Ende Platz 14 im Gesamt sondern Platz 9-10 geworden. Was sich natürlich auch anders anfühlt. So ist man nicht ganz belohnt für die fehlerfreie Fahrt und die Aufholjagd.

Es braucht halt ein fehlerfreies Wochenende und eine gute Ausgangssituation im Quali dann sehe ich uns sehr gut aufgestellt. Silverstone sollte unseren Autos auch mehr liegen und ich freu mich schon auf den 2.Lauf der BES in 3 Wochen.