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24h-Paul Ricard 3.Platz!

Beim 4.Lauf zur diesjährigen 24h-Series by Creventic, den 24h-Paul Ricard, konnten wir das vierte Podium und zweiten Klassensieg feiern. Wir sind Gesamt auf dem 3.Platz gelandet und in der Klasse A6-Am der Sieger. Der Hofor Racing Mercedes Benz SLS AMG GT3 ist wieder wie ein Uhrwerk gelaufen. Wir, als eingespielte Fahrercrew, mit Michael & Chantal Kroll, Roland Eggimann, Christiaan Frankehout und ich haben keinen Fehler gemacht während des kompletten Wochenendes und einen super Job abgeleistet.
Wir haben uns wieder für den Start in der A6-Am Klasse entschieden, da wir uns mit den dafür zur Verfügung stehenden 20 Liter mehr Benzin und 50 Kilo weniger Ballast ausgerechnet hatten so viel länger zu fahren, dass es sich rechnen würde. Zeitgleich quält man das Auto nicht so bei den Außentemperaturen, da man nicht schneller als 2.13.000Min fahren durfte. On top war uns klar, dass die Zeiten der Kontrahenten im Vergleich zum Zeittraining erheblich sinken werden, aufgrund der hohen Temperaturen und des Verkehrs. Da haben die Crew mal gut gerechnet. Los ging es für Christiaan deshalb nur von Startplatz 18, aber bereits nach seinem und meinem darauffolgenden Stint befanden wir uns in den Top 5. Die A6-Pro Autos taten sich wie erhofft sehr schwer unter 2.12Min zu fahren und so ging unsere Taktik voll auf. Zur Halbzeit bereits auf dem 4. Rang. Die ersten “4″ Code60 Phasen hatten wir mal so was von kein Timing und Glück, jedes Mal waren wir gerade auf Start und Ziel wo es eine Code 60 gab, so dass wir erst einmal erheblichen Zeitverlust in Bezug auf die Top 3 hatten. Zur Krönung überfuhr ich in der Nacht auch noch einen Fuchs. Ich fuhr gerade auf der Gegengeraden mit hohem Tempo hinter dem Grasser Lamborghini und zog aus dem Windschatten raus und da stand der arme Kerl. Das Auto lief erst mal ganz normal, aber wir stellten fest, dass vorne rechts die Bremse heißer wurde, der Fuchs bzw. seine Überreste hingen zum Teil  im Belüftungsschlauch der Bremse, so dass wir beim nächsten Stopp alles rausholen mussten.
Zunächst sah es nach einem 4.Gesamtrang und einem Klassensieg aus. Die Plätze schienen bezogen, die letzten 3 Stunden waren aber dann wieder einmal ein 24h-Thriller. Erst ging es sehr eng zu was die Rechnerei im jeweiligen Benzinverbrauch anging. Ram Racing Mercedes, Scuderia Praha Ferrari und wir kämpften somit von Platz 2-4 und auch der stark zurückkommende SPS Mercedes kam dazu. Dann kam aber das Glück auf unsere Seite. Wir waren das einzige Auto aus den Top8 die in der letzten Code60 Phase volltanken durften. Ich bog gerade auf Start und Ziel ein, da sah ich links den Streckenposten die Code60 Flagge rausholen und zeitgleich kam der Funkspruch. Ich bin einfach in die Box gebogen. Man darf in der Code 60 Phase nur halb volltanken und ich war ein paar Sekunden vorher in der Tankstelle. Glück und gut gezockt. Das spülte uns von 4 auf P2. Danach musste Chantal und Christiaan jeweils so präzise wie möglich die 2.13er Zeiten treffen, da wir gegen den Ferrari und Ram ums Podium kämpften. Ram hatte aber auch eine gute Benzinstrategie und wurde verdient 2er.
Wir gegen den Ferrari war ein absolutes Herzschlagfinale und wir setzen uns ca. 20 Minuten vor Schluss durch und ganz am Ende, 11 Minuten vor Schluss, musste der Ferrari sogar mit Antriebswellenschaden aufgeben. Der Speed hatte dem Italiener wohl nicht gut getan, so dass SPS nach etlichen Problemen in der Nacht sogar noch auf den 4 Gesamtrang vor kam. Wir sind am Ende verdienter Dritter im Gesamtklassement und Klassensieger in der A6-Am geworden und die Stimmung war natürlich super. Ein hartes Rennen, geprägt von der Hitze und der Taktik und einem tollen Erfolg für alle bei Hofor Racing powered by Widberg.

In der Meisterschaft bedeutet das natürlich auch fette Punkte. Wir liegen jetzt in der GT Wertung, sowohl Team wie auch Fahrer vorne und in der Gesamtfahrerwertung mit zwei Zählern Rückstand auf P2. Also werden die 24h-barcelona und Brünn noch sehr, sehr spannend. Das Ziel Titelverteidigung ist nach wie vor drin und wir werden alles daran setzen und alles reinhauen. danke an die Hofor Racing Crew und an meine Teamkollegen, dass war ein Fehlerfreies Wochenende!